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Victron Energy Orion-Tr Smart 24/12-30A – nicht isoliertes DC-DC-Ladegerät mit Bluetooth, 360 W
Geregelte 12-V-Batterieladung aus einer 24-V-Anlage
Der Orion-Tr Smart 24/12-30A ermöglicht die Versorgung einer separaten 12-V-Verbraucherbank über eine vorhandene 24-V-Starter- oder Bordversorgung.
Der Eingangsbereich reicht von 16 bis 35 V. Die Ladeparameter werden innerhalb von 10 bis 15 V auf die Verbraucherbank abgestimmt. Dadurch lässt sich eine Batterie mit einer anderen Systemspannung als die Lichtmaschinenanlage kontrolliert nachladen.
Anpassbare Ladekennlinie
Der Ladeablauf umfasst Hauptladung, Absorption und Erhaltungsladung. Bei Bleibatterien unterstützt die adaptive Absorptionszeit die Anpassung an die vorausgegangene Entladung.
Für Lithiumbatterien werden geeignete Spannungs- und Zeitwerte eingestellt. Die Anforderungen der Verbraucherbank stehen dabei im Mittelpunkt. Ihre zulässigen Ladeströme, Spannungsgrenzen und BMS-Freigaben müssen eingehalten werden.
Im alternativen Konstantspannungsmodus wird eine feste Ausgangsspannung bereitgestellt. Dieser Modus eignet sich für die unmittelbare Versorgung passender Geräte.
Gemeinsames Minuspotential
Bei dieser Ausführung sind Eingangs- und Ausgangsminus elektrisch verbunden. Sie passt zu Anlagen, in denen Starter- und Verbraucherkreis eine gemeinsame Masse verwenden dürfen.
Soll die Verbraucherbank galvanisch getrennt bleiben, ist die isolierte Modellvariante erforderlich. Diese Entscheidung betrifft die gesamte Installation einschließlich weiterer Ladegeräte, Messgeräte und Datenverbindungen.
Automatische und externe Freigabe
Die Motorabschaltungserkennung wertet die Eingangsspannung aus und kann den Ladebetrieb an die Lichtmaschinenversorgung anpassen. Ihre Einstellungen müssen zu den tatsächlichen Spannungsverhältnissen und Leitungsverlusten passen.
Über Remote Ein/Aus ist zusätzlich eine externe Freigabe möglich. Damit kann beispielsweise ein geeignetes BMS die Ladung unterbrechen. Das Ladegerät ersetzt dabei weder das BMS noch die Prüfung der verfügbaren Lichtmaschinenleistung.
Bluetooth und thermische Auslegung
VictronConnect ermöglicht über das integrierte Bluetooth die Konfiguration und Anzeige von Betriebszustand und Spannungen. Eingangs- und Ausgangsstrom werden nicht angezeigt. Ein VE.Direct-Anschluss ist nicht vorhanden.
Bei 25 °C beträgt die Dauerleistung 430 W, bei 40 °C 360 W. Die erreichbare Stromstärke hängt deshalb von Ladespannung und Temperatur ab. Für die Montage sind ausreichende Belüftung und nach unten gerichtete Klemmen vorgesehen.
Produkttyp DC-DC-Batterieladegerät mit Konstantspannungsmodus
Eingangssystem 24 V DC
Eingangsspannungsbereich 16–35 V DC
Ausgangssystem 12 V DC
Nominale Ausgangsspannung 12,2 V
Einstellbereich der Ausgangsspannung 10–15 V
Dauerausgangsstrom bei nominaler Ausgangsspannung und 40 °C 30 A
Dauerausgangsleistung bei 25 °C 430 W
Dauerausgangsleistung bei 40 °C 360 W
Wirkungsgrad 88 %
Leerlaufstrom am Eingang < 100 mA
Standby-Strom < 1 mA
Galvanische Trennung Nein; gemeinsames Minuspotential
Ladeverfahren Konfigurierbare dreistufige Ladung
Bedienung Bluetooth über VictronConnect
Motorabschaltungserkennung Vorhanden, konfigurierbar
Fernsteuerung Remote Ein/Aus
VE.Direct-Anschluss Nicht vorhanden
Kurzschlussschutz Vorhanden
Betriebstemperatur −20 bis +55 °C
Leistungsreduzierung Oberhalb 40 °C um 3 % je °C
Schutzart IP43 Elektronik; IP22 Anschlussbereich
Maximaler Leiterquerschnitt 16 mm²
Abmessungen H × B × T 130 × 186 × 80 mm
Gewicht 1,8 kg
Für Anlagen mit gemeinsamer Masse
Dieses Modell passt zu einer 24-V-Anlage, aus der eine 12-V-Verbraucherbatterie geladen werden soll und bei der ein gemeinsames Minuspotential zulässig ist.
Für ein getrenntes Massekonzept ist die isolierte Variante erforderlich. Die Auswahl sollte anhand der gesamten Verdrahtung erfolgen und nicht allein anhand der Batterien.
Ladeleistung sinnvoll dimensionieren
Als unsere Orientierung empfehlen wir etwa 10–20 % der Batteriekapazität als Ladestrom. Bei einer 200-Ah-Verbraucherbank entspricht dies 20–40 A. Die zulässigen Batterie- und BMS-Ströme sowie die verfügbare Leistung des Ladegeräts bleiben entscheidend.
Bei höherer Ladespannung und warmer Umgebung kann die Leistungsgrenze den Ausgangsstrom reduzieren. Verbraucher, die während des Ladens weiterlaufen, beanspruchen zusätzlich einen Teil der bereitgestellten Leistung.
BMS, Lichtmaschine und Zubehör berücksichtigen
Für Lithiumbatterien ist eine wirksame Ladefreigabe einzuplanen. Eine notwendige Sperre bei niedriger Batterietemperatur muss durch das Batteriesystem oder eine geeignete Steuerung umgesetzt werden.
Die Lichtmaschine muss genügend Reserve für das Ladegerät besitzen. Leitungen und Sicherungen werden passend zu beiden Batterieseiten ausgelegt. Für eine genaue Strom- und Ladezustandsmessung ist ein zusätzlicher Batteriemonitor sinnvoll; die Bluetooth-Anzeige dieses Orion-Modells übernimmt diese Funktion nicht.
Hersteller Informationen
VICTRON ENERGY
Victron Energy B.V.
De Paal 35
1351 JG Almere
Niederlande
E-mail: sales@victronenergy.com
http://www.victronenergy.de