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Victron Energy Orion-Tr Smart 12/12-18A – galvanisch isoliertes DC-DC-Ladegerät mit Bluetooth für 12-V-Batteriesysteme
Das Orion-Tr Smart 12/12-18A übernimmt die geregelte Ladung einer separaten Verbraucherbank während des Motorbetriebs. Es eignet sich für Boote, Reisemobile und andere Anwendungen, bei denen die Spannung der Lichtmaschine nicht unmittelbar zur erforderlichen Ladung der Verbraucherbatterie passt. Die Ladeparameter werden auf die Batterie am Ausgang abgestimmt.
Dreistufige Ladung für die Verbraucherbank
Der Ladebetrieb umfasst Hauptladung, Absorption und Ladeerhaltung. Während der Hauptladung stellt das Gerät den unter den jeweiligen Betriebsbedingungen verfügbaren Ladestrom bereit. Anschließend hält es die eingestellte Absorptionsspannung, bevor es zur Ladeerhaltung übergeht.
Bei Bleibatterien kann die adaptive Absorptionszeit den Ladeverlauf berücksichtigen: Nach geringer Entladung fällt diese Phase kürzer aus als nach einer stärkeren Entladung. Für Lithiumbatterien lässt sich mit einer festen Absorptionszeit arbeiten. Spannungen und Zeiten müssen zu den Vorgaben des Batterieherstellers passen.
Die nominale Ausgangsspannung von 12,2 V ist ein technischer Bezugspunkt für die Leistungsdaten. Im Ladebetrieb richtet sich die tatsächliche Ausgangsspannung nach dem gewählten Ladeprofil.
Motorabschaltungserkennung und Eingangsspannungssperre
Das Ladegerät erkennt anhand konfigurierbarer Spannungsschwellen, ob die Bedingungen für das Laden aus dem Starter- und Lichtmaschinensystem vorliegen. Dadurch kann es den Ladevorgang nach dem Abstellen des Motors beenden und eine weitere Entladung der Starterbatterie vermeiden.
Die Einstellungen lassen sich auf konventionelle oder intelligente Lichtmaschinen abstimmen. Eine zusätzliche Eingangsspannungssperre legt fest, unterhalb welcher Spannung das Laden unterbrochen wird. Bei längeren Leitungen ist der Spannungsabfall bis zum Ladegerät in diese Abstimmung einzubeziehen.
Galvanische Trennung und externe Ladefreigabe
Ein- und Ausgang sind galvanisch getrennt. Die Verbraucherseite kann deshalb mit einem eigenen Massepotential betrieben werden. Damit die Trennung in der gesamten Anlage erhalten bleibt, müssen auch weitere Verbindungen zwischen den Stromkreisen berücksichtigt werden.
Der Remote-Anschluss ermöglicht eine externe Freigabe, beispielsweise über einen Schalter oder ein geeignet angebundenes Batteriemanagementsystem. Bei einem BMS auf der galvanisch getrennten Ausgangsseite ist eine zur Schnittstelle und zum Massekonzept passende Ansteuerung erforderlich.
Einrichtung und Kontrolle über Bluetooth
Über VictronConnect können Ladeparameter, Betriebsmodus und Abschaltschwellen eingestellt werden. Die App zeigt unter anderem Eingangs- und Ausgangsspannung sowie die aktive Ladephase an. Sie unterstützt damit die Inbetriebnahme und die Kontrolle des Betriebszustands.
Eine Messwertanzeige für Eingangs- oder Ausgangsstrom bietet dieses Modell nicht. Ein VE.Direct-Anschluss ist ebenfalls nicht vorhanden. Für eine Erfassung der Batterieströme ist ein separates Messgerät erforderlich.
Stromversorgungsmodus und Einbau
Alternativ zum Ladebetrieb kann eine feste Ausgangsspannung für die Versorgung geeigneter Verbraucher eingestellt werden. Im Stromversorgungsmodus wird keine dreistufige Ladekennlinie durchlaufen.
Das Gerät besitzt Schutzfunktionen gegen Überlastung, Kurzschluss und Übertemperatur. Bei hoher Temperatur wird die Ausgangsleistung reduziert. Die Elektronik ist mit IP43, der Anschlussbereich mit IP22 spezifiziert. Für den Einbau ist ein trockener, belüfteter Montageort mit nach unten gerichteten Leistungsklemmen vorzusehen.
Hersteller Victron Energy
Modell Orion-Tr Smart 12/12-18A
Gerätetyp Galvanisch isoliertes DC-DC-Batterieladegerät
Systemspannung Eingang / Ausgang 12 V / 12 V
Eingangsspannungsbereich 8–17 V DC
Nominale Ausgangsspannung 12,2 V DC
Einstellbereich Ausgangsspannung 10–15 V DC
Dauerausgangsstrom bei nominaler Ausgangsspannung und 40 °C 18 A
Dauerausgangsleistung bei 25 °C 280 W
Dauerausgangsleistung bei 40 °C 220 W
Ausgangsspannungstoleranz ± 0,2 V
Ausgangsrauschen 2 mV RMS
Wirkungsgrad 87 %
Leerlauf-Eingangsstrom < 80 mA
Standby-Strom < 1 mA
Galvanische Isolation 200 V DC zwischen Eingang, Ausgang und Gehäuse
Ladeverfahren Dreistufig: Hauptladung, Absorption, Ladeerhaltung
Batterietypen Geeignete Blei- und Lithiumbatterien bei passender Konfiguration
Alternativer Betriebsmodus Stromversorgung mit fester Ausgangsspannung
Bluetooth Integriert, Konfiguration und Überwachung mit VictronConnect
Stromanzeige in VictronConnect Keine Anzeige des Eingangs- oder Ausgangsstroms
VE.Direct Nicht vorhanden
Motorabschaltungserkennung Vorhanden, konfigurierbar
Eingangsspannungssperre Konfigurierbar
Fernschaltung Remote-Ein/Aus-Anschluss
Betriebstemperaturbereich −20 bis +55 °C
Leistungsreduzierung oberhalb 40 °C 3 % je °C
Schutzart Elektronik IP43
Schutzart Anschlussbereich IP22
DC-Anschlüsse Schraubklemmen, maximal 16 mm²
Abmessungen H × B × T: 130 × 186 × 70 mm
Gewicht 1,3 kg
Für einen moderaten Ladebedarf mit galvanischer Trennung
Die 18-A-Ausführung eignet sich, wenn eine kleinere Verbraucherbank während der Fahrt oder Motorlaufzeit nachgeladen werden soll und eine galvanische Trennung zum Starterstromkreis benötigt wird.
Als unsere Dimensionierungsorientierung gilt ein Ladestrom von etwa 10–20 % der Batteriekapazität. Bei einer Verbraucherbank mit 100 Ah liegt eine 18-A-Ausführung innerhalb dieser Orientierung. Entscheidend bleiben die zulässigen Ladeströme der Batterie und des BMS sowie die tatsächlich verfügbare Lichtmaschinenreserve.
Bei größeren Batteriebänken kann das Gerät ebenfalls eingesetzt werden, sofern der geringere Ladestrom zum Nutzungsprofil passt. Werden regelmäßig größere Energiemengen entnommen und stehen nur kurze Motorlaufzeiten zur Verfügung, sollte eine leistungsstärkere Lösung geprüft werden.
Lichtmaschine und laufende Verbraucher berücksichtigen
Der Ladestrom auf der Ausgangsseite entspricht nicht automatisch dem aufgenommenen Eingangsstrom. Spannungsverhältnis und Umwandlungsverluste beeinflussen die Belastung des Starter- und Lichtmaschinensystems.
Zusätzlich versorgte Verbraucher reduzieren den Strom, der tatsächlich zur Wiederaufladung der Batterie verbleibt. Bei der Auswahl sollten daher Lichtmaschinenreserve, Bordverbrauch und gewünschte Nachladezeit gemeinsam betrachtet werden. Eine bewusst kleinere Ladeleistung kann sinnvoll sein, wenn die Lichtmaschine nur begrenzte Reserven besitzt.
Batterieprofil und BMS aufeinander abstimmen
Bei einer Anlage mit Blei-Starterbatterie und Lithium-Verbraucherbank wird die Ladekennlinie für die Lithiumbatterie am Ausgang eingestellt. Daraus folgt jedoch keine pauschale Freigabe für jede Lithiumbatterie: Ladespannung, zulässiger Strom und temperaturabhängige Ladefreigabe müssen zusammenpassen.
Soll das BMS den Ladevorgang unterbrechen können, ist seine Anbindung an den Remote-Eingang bereits bei der Planung festzulegen. Ein gegebenenfalls erforderliches isoliertes Steuerkabel ist separat einzuplanen.
Platzbedarf und Überwachung
Zusätzlich zur Montagefläche sind Freiräume für Leitungen und Wärmeabfuhr erforderlich. Victron sieht mindestens 10 cm Abstand oberhalb und unterhalb des Geräts vor.
Für die Kontrolle der Ladephase und Spannungen genügt ein kompatibles Mobilgerät mit VictronConnect. Soll auch der tatsächliche Batteriestrom oder Ladezustand erfasst werden, ist ein Batteriemonitor beziehungsweise ein geeigneter Shunt mit Messelektronik sinnvoll. Ein solcher Monitor erfasst am Batterieanschluss den resultierenden Strom aus Verbrauchern und Ladequellen.
Hersteller Informationen
VICTRON ENERGY
Victron Energy B.V.
De Paal 35
1351 JG Almere
Niederlande
E-mail: sales@victronenergy.com
http://www.victronenergy.de