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Victron Energy Orion-Tr Smart 12/12-30A – nicht isoliertes DC-DC-Ladegerät mit Bluetooth für 12-V-Batteriesysteme
Das nicht isolierte Orion-Tr Smart 12/12-30A übernimmt die kontrollierte Ladung einer separaten Verbraucherbank in einem gemeinsamen 12-V-Massesystem. Es ist für Anwendungen vorgesehen, bei denen Starter- und Verbraucherbatterie unterschiedliche Aufgaben erfüllen, ihre Minuspotentiale aber miteinander verbunden sind.
Geregelte Ladung bei variabler Lichtmaschinenspannung
Die Ausgangsregelung stellt die zum Batterieprofil passende Ladespannung bereit. Das ist insbesondere bei intelligent geregelten Lichtmaschinen und bei Spannungsverlusten auf längeren Zuleitungen relevant.
Der Ladevorgang umfasst Hauptladung, Absorption und Ladeerhaltung. Für Bleibatterien kann die Absorptionszeit adaptiv an den Ladeverlauf angepasst werden. Für geeignete Lithiumbatterien werden die Ladespannungen und eine feste Absorptionszeit entsprechend den Batterieanforderungen gewählt.
Die passende Einstellung richtet sich nach der Verbraucherbank am Ausgang. Der Batterietyp auf der Starterseite bestimmt nicht automatisch die Ladekennlinie für die Verbraucherbatterie.
Gemeinsamer Masseanschluss
Die nicht isolierte Bauweise arbeitet mit einem gemeinsamen Minusanschluss für Eingangs- und Ausgangsseite. Sie passt zu Installationen, in denen beide Batteriebänke einen gemeinsamen Massebezug besitzen.
Der Minusanschluss und die zugehörigen Verbindungen sind Bestandteil des Leistungsstromkreises. Eine zuverlässige Masseführung ist deshalb ebenso wichtig wie die Dimensionierung der Plusleitungen. Für Anlagen, die getrennte Minuspotentiale verlangen, ist eine galvanisch isolierte Geräteausführung erforderlich.
Automatischer Betrieb und Remote-Freigabe
Die integrierte Motorabschaltungserkennung kann das Laden anhand der Eingangsspannung freigeben und nach dem Abstellen des Motors beenden. Ihre Einstellungen sind an die Lichtmaschine und die Installation anpassbar.
Eine zusätzliche Eingangsspannungssperre unterbricht den Betrieb bei Unterschreiten der festgelegten Grenze. Über den Remote-Anschluss kann das Ladegerät außerdem durch einen externen Schalter oder ein geeignetes BMS gesteuert werden.
Bluetooth für Ladeprofil und Betriebszustand
Mit VictronConnect werden Batterieprofil, Spannungsgrenzen und Betriebsmodus eingestellt. Die App zeigt Eingangs- und Ausgangsspannung sowie die aktuelle Ladephase an und ermöglicht Firmwareaktualisierungen.
Dieses Modell bietet keine Anzeige des Eingangs- oder Ausgangsstroms und besitzt keinen VE.Direct-Anschluss. Für Strommessung und Ladezustandserfassung kann ein separates Batteriemonitoring ergänzt werden.
Leistungsgrenzen und Schutz gegen Umgebungsbedingungen
Die Dauerleistung beträgt 430 W bei 25 °C beziehungsweise 360 W bei 40 °C. Oberhalb von 40 °C ist eine weitere Leistungsreduzierung vorgesehen. Der tatsächlich verfügbare Ladestrom hängt von Spannung, Temperatur und Versorgung ab.
Die Elektronik ist nach IP43 geschützt, während für den Anschlussbereich IP22 gilt. Das Gerät benötigt einen trockenen, belüfteten Einbauort und eine Montage mit nach unten gerichteten Anschlüssen. Es ist gegen Kurzschluss und Übertemperatur geschützt, jedoch nicht gegen eine Verpolung der Batterie.
Neben der Batterieladung ist ein Betrieb als Stromversorgung mit fest eingestellter Ausgangsspannung möglich.
Hersteller Victron Energy
Modell Orion-Tr Smart 12/12-30A, nicht isoliert
Gerätetyp DC-DC-Batterieladegerät mit gemeinsamem Massepotential
Systemspannung Eingang / Ausgang 12 V / 12 V
Galvanische Trennung Nein
Eingangsspannungsbereich 8–17 V DC
Nominale Ausgangsspannung 12,2 V DC
Einstellbereich Ausgangsspannung 10–15 V DC
Dauerausgangsstrom bei nominaler Ausgangsspannung und 40 °C 30 A
Dauerausgangsleistung bei 25 °C 430 W
Dauerausgangsleistung bei 40 °C 360 W
Ausgangsspannungstoleranz ± 0,2 V
Ausgangsrauschen 2 mV RMS
Wirkungsgrad 87 %
Leerlauf-Eingangsstrom < 80 mA
Standby-Strom < 1 mA
Ladeverfahren Dreistufig: Hauptladung, Absorption, Ladeerhaltung
Batterietypen Geeignete Blei- und Lithiumbatterien bei passender Konfiguration
Alternativer Betriebsmodus Stromversorgung mit fester Ausgangsspannung
Bluetooth Integriert, Konfiguration und Überwachung mit VictronConnect
Stromanzeige in VictronConnect Keine Anzeige des Eingangs- oder Ausgangsstroms
VE.Direct Nicht vorhanden
Motorabschaltungserkennung Vorhanden, konfigurierbar
Eingangsspannungssperre Konfigurierbar
Fernschaltung Remote-Ein/Aus-Anschluss
Betriebstemperaturbereich −20 bis +55 °C
Leistungsreduzierung oberhalb 40 °C 3 % je °C
Schutzart Elektronik IP43
Schutzart Anschlussbereich IP22
DC-Anschlüsse Schraubklemmen, maximal 16 mm²
Eingangssicherung Intern, nicht austauschbar
Abmessungen H × B × T: 130 × 186 × 80 mm
Gewicht 1,8 kg
Passend für ein gemeinsames 12-V-Massesystem
Diese Ausführung ist sinnvoll, wenn Starter- und Verbraucherbatterie bereits einen gemeinsamen Minusbezug besitzen und keine galvanische Trennung benötigt wird. Vor dem Kauf sollte das Massekonzept eindeutig feststehen, insbesondere bei Umbauten oder Erweiterungen einer vorhandenen Anlage.
Die nicht isolierte Bauweise bedeutet nicht, dass beide Batterien ohne Laderegelung parallelgeschaltet werden. Die Energieübertragung zur Verbraucherbank erfolgt weiterhin über das eingestellte Ladeverfahren.
Ladeleistung nach Batterie und Nutzungsprofil wählen
Als unsere Dimensionierungsorientierung verwenden wir etwa 10–20 % der Batteriekapazität als Ladestrom. Für eine 200-Ah-Verbraucherbank ergibt sich daraus ein Bereich von ungefähr 20–40 A. Die 30-A-Geräteklasse passt grundsätzlich in diese Orientierung.
Die Freigaben von Batterie und BMS bleiben maßgeblich. Bei gleichzeitigem Betrieb weiterer Ladegeräte ist der insgesamt mögliche Ladestrom zu berücksichtigen. Ebenso wichtig ist, ob die verfügbare Motorlaufzeit ausreicht, um den regelmäßig entnommenen Energiebedarf nachzuladen.
Wenn die Verbraucher während der Fahrt einen größeren Teil der Ladeleistung benötigen, steht entsprechend weniger für die Batterie zur Verfügung.
Lichtmaschinenreserve und Einbauort gemeinsam bewerten
Die Lichtmaschine muss die Ladeleistung zusätzlich zu den laufenden Bordverbrauchern bereitstellen können. Ihre Reserven bei niedriger Drehzahl und warmer Maschine sind für die Auslegung besonders relevant.
Das Orion-Tr Smart benötigt außerdem eine gute Wärmeabfuhr. Ein enges, warmes Staufach kann zu früherer Leistungsreduzierung führen. Für die Montage sind neben den Gehäusemaßen mindestens 10 cm Freiraum oberhalb und unterhalb einzuplanen.
Bei einer Anlage, die eine gezielt einstellbare Eingangsstromgrenze oder einen VE.Direct-Anschluss benötigt, sollte eine entsprechend ausgestattete Alternative geprüft werden.
Zubehör und BMS-Anbindung
Erforderlich sind geeignete Plus- und Minusleitungen sowie Sicherungen und Sicherungshalter, die zur Installation passen. Die gemeinsame Masseverbindung muss für den vorgesehenen Betrieb ausreichend dimensioniert sein.
Eine BMS-gesteuerte Ladefreigabe ist sinnvoll, wenn das Batteriesystem das Laden abhängig von Zellzustand oder Temperatur unterbrechen muss. Ob ein direkter Anschluss oder eine zusätzliche Schnittstelle erforderlich ist, hängt vom BMS-Ausgang ab.
Für eine Übersicht über den Batteriehaushalt lässt sich ein separater Batteriemonitor ergänzen. Dieser sollte so eingebaut werden, dass alle relevanten Lade- und Verbrauchsströme der Verbraucherbank erfasst werden.
Hersteller Informationen
VICTRON ENERGY
Victron Energy B.V.
De Paal 35
1351 JG Almere
Niederlande
E-mail: sales@victronenergy.com
http://www.victronenergy.de