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Victron Energy Buck-Boost DC/DC Converter 100A – programmierbarer Ladewandler für 12- und 24-V-Systeme
Hohe Ladeleistung für Zusatzbatterien
Der Buck-Boost 100A ist für Anlagen ausgelegt, in denen eine größere Verbraucherbank aus einer Fahrzeugversorgung geladen werden soll. Er unterstützt Eingangs- und Ausgangsspannungen von jeweils 10 bis 30 V.
Die Regelung hält die eingestellte Ausgangsspannung innerhalb der Betriebsgrenzen auch dann, wenn die Eingangsspannung darüber oder darunter liegt. Das ist insbesondere bei geregelten Lichtmaschinen mit wechselnder Bordspannung relevant.
Stromaufnahme und Ladestrom kontrollieren
Die Eingangsstrombegrenzung wird an die verfügbare Leistung der Quelle angepasst. Die Ausgangsstrombegrenzung berücksichtigt die Batterie und den gewünschten Ladestrom.
Die maximale Stromangabe beträgt 100 A bei 12 V und 50 A bei 24 V. Ob diese Werte tatsächlich erreicht werden, hängt von Spannungsverhältnis, Strombegrenzung, Quellenleistung und Temperatur ab.
Das Gerät lädt mit einer eingestellten Spannung. Eine adaptive mehrstufige Ladekennlinie wie bei einem Orion-Tr Smart ist in den zugrunde liegenden Unterlagen nicht beschrieben.
Motorlauferkennung und Freigabesteuerung
Die integrierte Motorlauferkennung kann den Ladebetrieb mit einstellbarer Verzögerung aktivieren. Alternativ lässt sich ein geeignetes externes Signal über den programmierbaren Eingang verwenden.
Bei hoher Ladeleistung ist eine passende Konfiguration besonders wichtig. Die Motorerkennung ersetzt keine Prüfung, wie viel Leistung die Lichtmaschine neben den übrigen Fahrzeugverbrauchern dauerhaft bereitstellen kann.
USB-Konfiguration und CAN-Sensoranschluss
Mit der Windows-Anwendung TSConfig werden die Parameter über USB eingestellt. Die Software erlaubt außerdem die Beobachtung des laufenden Betriebs.
Der CAN-Anschluss ist im Handbuch für die Kommunikation mit einem geeigneten CAN-Bus-Temperatursensor beschrieben. Fahrzeug-CAN- oder VE.Can-Kompatibilität darf daraus nicht allgemein abgeleitet werden.
Leistungsanschlüsse und Temperaturüberwachung
Die M8-Anschlüsse verbinden Eingang, Ausgang und gemeinsame Masse. Eine galvanische Trennung ist nicht vorhanden.
Die GND-Verbindung wird vor den positiven Leitungen hergestellt. Der Wandler besitzt keinen Verpolungsschutz. Bei Annäherung an die eingestellte Temperaturgrenze wird der Strom begrenzt beziehungsweise der Betrieb entsprechend geschützt.
Mit 4,1 kg benötigt das Gerät eine tragfähige Befestigung. Der Montageplatz muss trocken, geschützt und ausreichend belüftet sein.
Produkttyp Programmierbarer DC-DC-Ladewandler
Eingangsspannungsbereich 10–30 V DC
Ausgangsspannungsbereich 10–30 V DC
Maximaler Ladestrom bei 12 V 100 A
Maximaler Ladestrom bei 24 V 50 A
Standardwert für 12-V-auf-24-V-Betrieb laut Handbuch 50 A
Technische Unterspannungsgrenze 10 V
Strombegrenzung Eingangs- und Ausgangsstrom einstellbar
Regelprinzip Buck-Boost; Spannungsanhebung und Spannungsabsenkung
Motorlauferkennung Integriert, konfigurierbar
Alternative Freigabe Programmierbarer Steuereingang
Konfiguration und Überwachung Windows-Software TSConfig über USB
CAN-Anschluss Vorhanden; Sensoranbindung gemäß Handbuch
Galvanische Trennung Nein; gemeinsamer GND-Anschluss
Stromaufnahme im Energiesparmodus 7 mA bei abgeschaltetem Wandler und ausgeschalteten LEDs
Betriebstemperatur −25 bis +60 °C
Temperaturschutz Strombegrenzung beziehungsweise Abschaltung bei erreichter Temperaturgrenze
Leistungsanschlüsse M8
Verpolungsschutz Nicht vorhanden
Abmessungen L × B × H laut Datenblatt 288 × 162 × 95 mm
Gewicht 4,1 kg
Lichtmaschinenreserve vor der Auswahl bestimmen
Die mögliche Ladeleistung stellt hohe Anforderungen an die Quelle. Die verfügbare Reserve hängt auch von Drehzahl, Temperatur und den übrigen Fahrzeugverbrauchern ab.
Die Eingangsstromgrenze sollte auf die tatsächlich zulässige Dauerbelastung abgestimmt werden. Eine hohe Nennleistung der Lichtmaschine allein ist keine Zusage, dass dieser Strom zusätzlich jederzeit verfügbar ist.
Batterie und Ladeverfahren abstimmen
Als unsere Orientierung empfehlen wir einen Ladestrom von etwa 10–20 % der Batteriekapazität. Bei einer 500-Ah-Bank entspricht dies beispielsweise 50–100 A. Die Batterie- und BMS-Grenzen sowie die konkrete Systemspannung bleiben entscheidend.
Die vorgegebene Ladespannung und die Betriebsfreigabe müssen zur Verbraucherbank passen. Für einen automatischen mehrstufigen Ladeablauf ist eine entsprechend ausgestattete Ladegerätefamilie zu wählen.
Hochstromverkabelung vollständig planen
Leitungsquerschnitte, Leitungslängen, M8-Kabelschuhe, Sicherungen und Verteiler müssen gemeinsam dimensioniert werden. Bei der Umwandlung von 12 auf 24 V fällt der Eingangsstrom deutlich höher aus als der Ausgangsstrom.
Ein geringer Übergangswiderstand ist bei dieser Leistungsklasse besonders wichtig. Auch die gemeinsame Masseverbindung muss für den vorgesehenen Strom ausgelegt sein.
Konfiguration und Zusatzkomponenten
Ein Windows-Rechner und ein geeignetes USB-A-auf-USB-B-Kabel werden für TSConfig benötigt. Optional eingesetzte Sensoren müssen zur beschriebenen Schnittstelle passen.
Für Lithiumbatterien sind eine zuverlässige Ladefreigabe und erforderliche Temperatursperren über das Batteriesystem beziehungsweise eine geeignete Steuerung sicherzustellen.
Hersteller Informationen
VICTRON ENERGY
Victron Energy B.V.
De Paal 35
1351 JG Almere
Niederlande
E-mail: sales@victronenergy.com
http://www.victronenergy.de