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Victron Cerbo GX MK3 – leistungsstarke GX-Systemzentrale mit schnellerem Prozessor für Node-RED & VRM
Der Victron Cerbo GX MK3 ist das zentrale Kommunikations-, Überwachungs- und Steuergerät für umfangreiche Victron Energiesysteme.
Er sammelt Informationen aus Wechselrichtern, Ladegeräten, MPPT-Solarreglern, Batteriemonitoren, Lithium-BMS, Energiezählern und Sensoren und führt sie in einer gemeinsamen Systemoberfläche zusammen.
Die dritte Generation übernimmt das umfangreiche Schnittstellenkonzept des Cerbo GX MK2, erhält jedoch einen deutlich schnelleren Prozessor. Genau dieser Punkt macht den MK3 besonders interessant für Systeme, die über die reine Überwachung hinausgehen.
Deutlich mehr Rechenleistung
Der wichtigste Unterschied zum Cerbo GX MK2 ist die gesteigerte Prozessorleistung.
Für ein normales Victron-System mit VRM-Überwachung, ESS-Regelung und einigen angeschlossenen Geräten war bereits der MK2 ausreichend leistungsfähig. Die zusätzliche Rechenleistung des MK3 schafft jedoch deutlich mehr Reserven für komplexe Automatisierungen und zusätzliche Softwarefunktionen.
Besonders relevant ist dies für:
- umfangreiche Node-RED-Flows
- viele gleichzeitig verarbeitete Messwerte
- komplexere logische Steuerungen
- virtuelle Geräte in Node-RED
- Signal K
- individuelle Dashboards
- umfangreiche MQTT- und Modbus-TCP-Kommunikation
- große Victron-Systeme mit vielen angeschlossenen Geräten
Victron weist selbst darauf hin, dass insbesondere Node-RED und Signal K vergleichsweise hohe Anforderungen an CPU und Arbeitsspeicher eines GX-Gerätes stellen. Victron Energy
Besonders interessant für Node-RED
Mit Venus OS Large kann Node-RED direkt auf einem kompatiblen GX-Gerät betrieben werden.
Damit lassen sich individuelle Automatisierungen realisieren, die weit über die normalen Einstellmöglichkeiten eines Victron-Systems hinausgehen.
Beispiele sind:
- Überwachung, ob ein MPPT-Solarregler ausfällt
- individuelle Alarmbedingungen
- automatische Generatorsteuerungen
- lastabhängige Verbrauchersteuerungen
- Auswertung externer Sensoren
- MQTT-Datenaustausch
- virtuelle Sensoren und Geräte
- individuelle Systemlogik
Seit Venus OS 3.60 können über Node-RED zusätzlich virtuelle Victron-Geräte erzeugt werden, beispielsweise für Batterien, PV-Wechselrichter, Temperatur- und Tanksensoren, Energiezähler, GPS oder elektrische Antriebe. Victron Energy
Gerade für solche Anwendungen ist die höhere Prozessorleistung des Cerbo GX MK3 ein wesentlicher Vorteil.
Zentrale Überwachung des gesamten Victron-Systems
Der Cerbo GX sammelt die Daten aller angeschlossenen Geräte und stellt sie über eine zentrale Benutzeroberfläche zur Verfügung.
Auf einen Blick lassen sich beispielsweise überwachen:
- Ladezustand der Batterie
- Batteriespannung und Batteriestrom
- Solarleistung
- AC-Verbrauch
- Landstrom beziehungsweise Netzbezug
- Wechselrichterleistung
- Ladeleistung
- Tankfüllstände
- Temperaturen
- Generatorbetrieb
Die Bedienung erfolgt wahlweise über Browser, Smartphone, Tablet, GX Touch oder aus der Ferne über das VRM Portal.
VRM – Fernüberwachung über das Internet
Über Ethernet oder WLAN kann der Cerbo GX mit dem Internet verbunden werden.
Die Anlagendaten werden anschließend im kostenlosen Victron Remote Management Portal – VRM dargestellt.
Damit lassen sich Systeme praktisch weltweit überwachen.
Neben aktuellen Messwerten stehen historische Daten, Diagramme, Ereignisse und Alarme zur Verfügung. Über Remote Console können zudem zahlreiche Einstellungen aus der Ferne vorgenommen werden.
Der Cerbo GX MK3 wird vom VRM bereits als eigenes GX-Gerät unterstützt. Victron Energy
Drei VE.Direct-Anschlüsse
Drei galvanisch getrennte VE.Direct-Schnittstellen ermöglichen die direkte Verbindung beispielsweise mit:
- SmartSolar MPPT
- SmartShunt
- BMV-Batteriemonitoren
- Phoenix Wechselrichtern mit VE.Direct
Insgesamt können bis zu 15 VE.Direct-Geräte angebunden werden, weitere Geräte beispielsweise über USB-zu-VE.Direct-Schnittstellen. Victron Energy
VE.Bus für MultiPlus und Quattro
Über VE.Bus wird der Cerbo GX mit kompatiblen Victron Wechselrichter-/Ladegeräten verbunden.
Dazu gehören insbesondere:
- MultiPlus
- MultiPlus-II
- Quattro
- Quattro-II
- EasySolar-II
Damit erhält der Cerbo Zugriff auf Betriebszustände, Ladeleistungen, AC-Ströme, Netzversorgung, Wechselrichterzustände und viele weitere Systeminformationen.
Auch ESS-Systeme werden zentral über das GX-Gerät koordiniert.
Zwei VE.Can-Schnittstellen
Wie beim Cerbo GX MK2 stehen zwei VE.Can-Schnittstellen zur Verfügung.
Dabei ist eine VE.Can-Schnittstelle galvanisch isoliert, die zweite nicht isoliert. Victron Energy
Darüber lassen sich beispielsweise:
- SmartSolar MPPT mit VE.Can
- Lynx Smart BMS
- Lithium-Batteriesysteme
- Energiezähler
- weitere CAN-basierte Geräte
integrieren.
Die zwei CAN-Schnittstellen bieten insbesondere bei umfangreichen Systemen deutlich mehr Flexibilität als GX-Geräte mit nur einem CAN-Anschluss.
Ethernet, WLAN und Bluetooth
Für Netzwerk und Konfiguration stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Ethernet ermöglicht eine besonders stabile kabelgebundene Netzwerkverbindung.
Zusätzlich besitzt der Cerbo GX integriertes 2,4-GHz-WLAN inklusive Access-Point-Funktion.
Bluetooth ermöglicht insbesondere eine schnelle Erstkonfiguration beziehungsweise Verbindung über VictronConnect.
Drei vollwertige USB-Anschlüsse
Der Cerbo GX MK2 besitzt drei vollwertige USB-Host-Anschlüsse; dieses Schnittstellenkonzept wird beim MK3 beibehalten.
Über USB können beispielsweise zusätzliche VE.Direct-Schnittstellen, GPS-Empfänger oder kompatible Erweiterungen angeschlossen werden. Victron Energy
Vier Tankfüllstandseingänge
Vier Eingänge stehen für resistive Tankgeber zur Verfügung.
Dadurch können Tankfüllstände direkt vom Cerbo GX erfasst und sowohl lokal als auch im VRM Portal angezeigt werden.
Dies ist insbesondere bei Marine- und Reisemobilanwendungen interessant.
Vier Temperatureingänge
Vier Anschlüsse stehen für kompatible Victron Temperatursensoren zur Verfügung.
Damit können beispielsweise:
- Batterietemperatur
- Maschinenraumtemperatur
- Kühlschranktemperatur
- Außen- oder Innenraumtemperatur
überwacht werden.
Vier digitale Eingänge
Vier digitale Eingänge können für unterschiedliche Statussignale verwendet werden.
Beim MK2 unterstützen diese Eingänge auch die Impulszählung. Victron Energy
Damit lassen sich externe Schalter, Alarmkontakte oder andere potentialfreie Signale in das GX-System integrieren.
Zwei programmierbare Relais
Der Cerbo GX verfügt über zwei Wechselkontaktrelais.
Diese können für Steuerungs- oder Alarmaufgaben verwendet werden, beispielsweise:
- Generator Start/Stopp
- Alarmweitergabe
- Verbrauchersteuerung
- individuelle Node-RED-Funktionen
Die Relaiskontakte sind bis 6 A bei 30 V DC beziehungsweise 1 A bei 70 V DC belastbar; bei Wechselspannung nennt Victron 6 A bei 125 V AC. Victron Energy
GX Touch direkt anschließbar
Über HDMI und USB kann ein optionales GX Touch 50 oder GX Touch 70 angeschlossen werden.
Damit erhält das System ein fest eingebautes Touchdisplay für die lokale Bedienung.
Ein Display ist für den Betrieb des Cerbo GX jedoch nicht erforderlich.
Die komplette Bedienung ist alternativ über Browser, VictronConnect, Remote Console oder VRM möglich.
MicroSD-Karte
Ein MicroSD-Steckplatz ermöglicht unter anderem lokale Datenaufzeichnung und Firmwarefunktionen.
Unterstützt werden MicroSD-Karten bis 32 GB. Victron Energy
Versorgung von 8 bis 70 V DC
Mit einem sehr weiten Versorgungsspannungsbereich von 8–70 V DC kann der Cerbo GX direkt in 12-, 24- und 48-V-Batteriesystemen eingesetzt werden. Victron Energy
Kompakte Bauform
Mit nur 78 × 154 × 48 mm benötigt die Systemzentrale wenig Einbauraum.
Die Montage erfolgt direkt an einer Wand oder mit optionalem Adapter auf einer 35-mm-DIN-Schiene. Victron Energy
Produkt Cerbo GX MK3
Geräteart GX Kommunikations-, Überwachungs- und Steuerzentrale
Generation MK3
Wesentlicher Unterschied zum MK2 Deutlich leistungsfähigerer Prozessor
Besonders geeignet für Node-RED, komplexe Automatisierungen und umfangreiche GX-Systeme
Betriebssystem Victron Venus OS
Node-RED Ja, mit Venus OS Large
Signal K Ja, mit Venus OS Large
VRM Portal Ja
Remote Console Ja
VictronConnect Ja
Versorgungsspannung 8–70 V DC
VE.Direct-Anschlüsse 3, galvanisch isoliert
Maximal unterstützte VE.Direct-Geräte bis zu 15, systemabhängig
VE.Bus 2 parallel geschaltete RJ45-Buchsen
VE.Can 2
VE.Can 1 Galvanisch isoliert
VE.Can 2 Nicht galvanisch isoliert
Ethernet 10/100 Mbit/s RJ45
WLAN Ja, 2,4 GHz
WLAN Access Point Ja
Bluetooth Ja
USB 3 × USB-Host
HDMI Ja, für GX Touch
MicroSD Ja
Maximale MicroSD-Kapazität 32 GB
Resistive Tankfüllstandseingänge 4
Temperatursensoreingänge 4
Digitale Eingänge 4
Impulszählung über digitale Eingänge Ja
Programmierbare Relais 2 × NO/NC
Relaisbelastbarkeit bis 30 V DC 6 A
Relaisbelastbarkeit bis 70 V DC 1 A
Relaisbelastbarkeit AC 6 A bei 125 V AC
GX Touch 50 kompatibel Ja
GX Touch 70 kompatibel Ja
Montage Wandmontage oder DIN-Schiene mit optionalem Adapter
Betriebstemperatur -20 bis +50 °C
Schutzart IP20
Abmessungen H × B × T 78 × 154 × 48 mm
Sicherheitsnorm IEC 62368-1
EMV EN 301489-1 / EN 301489-17
Automotive ECE R10-6
Der Cerbo GX MK3 ist aus unserer Sicht künftig die bevorzugte GX-Systemzentrale für neue Victron-Anlagen, insbesondere wenn das System über eine reine Standardüberwachung hinausgehen soll.
Für klassische ESS-, Marine- oder Reisemobilanlagen übernimmt er die bekannten Aufgaben des Cerbo GX MK2: Kommunikation zwischen den Victron-Komponenten, zentrale Überwachung, VRM-Anbindung, Sensorerfassung und Systemsteuerung.
Der entscheidende zusätzliche Vorteil des MK3 liegt in seiner höheren Rechenleistung.
Davon profitiert ein einfaches Standard-System zunächst nur begrenzt. Bei Node-RED wird der Unterschied jedoch wesentlich interessanter. Node-RED ermöglicht sehr umfangreiche individuelle Automatisierungen direkt auf dem GX-Gerät und beansprucht entsprechend Prozessorressourcen. Victron weist selbst darauf hin, dass Node-RED und Signal K im Verhältnis zu den Ressourcen klassischer GX-Geräte vergleichsweise anspruchsvoll sind. Victron Energy
Wer beispielsweise eigene Alarmfunktionen, Generatorsteuerungen, MPPT-Überwachungen, MQTT-Kommunikation oder virtuelle Geräte über Node-RED realisieren möchte, erhält mit dem MK3 deutlich mehr Leistungsreserve.
Auch für größere Anlagen mit vielen Geräten, Sensoren und Datenpunkten würden wir deshalb den MK3 gegenüber einem älteren Cerbo GX bevorzugen.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Systemplanung: Wir empfehlen bei umfangreichen Anlagen generell einen separaten Cerbo GX anstelle eines in MultiPlus-II GX oder EasySolar-II GX integrierten GX-Gerätes.
Der separate Cerbo bietet wesentlich mehr physische Schnittstellen, darunter mehrere VE.Direct-Anschlüsse, zwei VE.Can-Schnittstellen, Tank- und Temperatureingänge, digitale Eingänge, Relais und USB.
Bei einem parallelen oder dreiphasigen VE.Bus-System ist außerdem nur ein GX-Gerät für das gesamte System erforderlich. Es ist daher nicht notwendig, jeden MultiPlus-II als GX-Version auszuführen.
Gerade mit dem leistungsfähigeren Cerbo GX MK3 wird die Kombination aus klassischen MultiPlus-II-Geräten plus einem zentralen separaten Cerbo GX für komplexe Systeme noch attraktiver.
- 1× Victron Cerbo GX MK3
- 1× Anschlusskabel mit Sicherung für die DC-Stromversorgung
- Anschlussstecker für digitale, Temperatur-, Tank- und Relaisanschlüsse
- VE.Can-Abschlusswiderstände gemäß Geräteausstattung
Hersteller Informationen
VICTRON ENERGY
Victron Energy B.V.
De Paal 35
1351 JG Almere
Niederlande
E-mail: sales@victronenergy.com
http://www.victronenergy.de