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Raymarine T70603 CAM400 White AR Pack mit AR200 für ClearCruise Augmented Reality
Das Raymarine T70603 CAM400 White AR Pack enthält die wesentlichen Komponenten, um ClearCruise Augmented Reality in ein kompatibles Axiom-System zu integrieren. Die CAM400 liefert das hochauflösende Weitwinkelbild, während das AR200 die dafür benötigten Positions-, Kurs- und Bewegungsdaten bereitstellt. Die beigefügten RayNet- und SeaTalkng-Komponenten erleichtern die Einbindung in die beiden erforderlichen Bordnetzwerke.
Navigationsinformationen direkt im Kamerabild
ClearCruise Augmented Reality verbindet das Livebild der CAM400 mit Navigationsdaten des Axiom-Systems. Je nach vorhandenen Datenquellen und Systemkonfiguration können unter anderem AIS-Ziele, Wegpunkte und ausgewählte Kartenobjekte im Videobild gekennzeichnet werden.
Der wesentliche Vorteil liegt in der optischen Zuordnung: Ein Ziel wird nicht nur abstrakt auf der Seekarte dargestellt, sondern an seiner berechneten Position im Kamerabild markiert. Das erleichtert insbesondere in stark befahrenen Revieren oder bei mehreren dicht beieinanderliegenden Seezeichen die Zuordnung zwischen Karteninformation und tatsächlicher Umgebung.
Die Einblendungen sind eine Navigationshilfe. Die Darstellung hängt von der Qualität und Aktualität der angeschlossenen Positions-, Karten- und AIS-Daten sowie von der korrekten Installation und Ausrichtung der Systemkomponenten ab.
CAM400 mit Full-HD-Auflösung und großem Sichtfeld
Die im Paket enthaltene weiße CAM400 arbeitet mit einem 1/2,8"-CMOS-Sensor und einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Das horizontale Sichtfeld beträgt 129,4°, das diagonale Sichtfeld 153,6°. Damit erfasst die Kamera einen breiten Bereich vor, hinter oder seitlich des Schiffes.
Durch die integrierte Infrarotbeleuchtung kann die Kamera auch bei wenig Licht eingesetzt werden. Die angegebene Infrarotreichweite beträgt bis zu 10 m. Für die Stromversorgung stehen 12 V DC oder Power over Ethernet nach IEEE 802.3af zur Verfügung.
Die Eyeball-Kamera wird bei der Montage mechanisch auf den gewünschten Bereich ausgerichtet. Das Bild kann passend zur Einbaulage gedreht und gespiegelt werden. Die CAM400 besitzt keinen fernsteuerbaren Schwenk-, Neige- oder Zoomantrieb.
AR200 mit GNSS und dreiachsigem AHRS
Das AR200 kombiniert einen GNSS-Empfänger mit einem Attitude and Heading Reference System. Das AHRS erfasst über dreiachsige Beschleunigungs-, Magnetfeld- und Drehratensensoren den Kurs sowie Stampf-, Roll- und Gierbewegungen des Schiffes.
Diese Informationen ermöglichen es dem Axiom-System, die Einblendungen passend zur Bewegung und Ausrichtung des Schiffes im Videobild zu positionieren. Der Begriff Stabilisierung bezieht sich dabei auf die Verarbeitung und Zuordnung der Video- und Bewegungsdaten. Das AR200 ist kein mechanischer Kamerastabilisator.
Kurs, Stampfen, Rollen und Drehgeschwindigkeit werden mit 10 Hz aktualisiert. Die statische magnetische Kompassgenauigkeit ist mit höchstens 1° RMS, die dynamische Genauigkeit mit höchstens 3° RMS angegeben. Für Stampfen, Rollen und Gieren nennt das Datenblatt eine Genauigkeit von höchstens 1°.
Getrennte Einbindung in RayNet und SeaTalkng
Die CAM400 überträgt ihr Bild über RayNet Ethernet. Zum Paket gehört dafür ein 10 m langes RayNet(F)-zu-RayNet(F)-Kabel. Kamera und Axiom-Multifunktionsdisplay müssen im selben RayNet-Netzwerk eingebunden sein.
Das AR200 wird über SeaTalkng angeschlossen und aus diesem Netzwerk versorgt. Es übermittelt darüber seine GNSS-, Kurs- und Bewegungsdaten. Das Paket enthält zusätzlich ein 1 m langes SeaTalkng-Backbone-Kabel und einen SeaTalkng-T-Verbinder. Das zum AR200 gehörende weiße SeaTalkng-Anschlusskabel stellt die Verbindung zwischen Sensor und Backbone her.
RayNet und SeaTalkng erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Das RayNet-Netzwerk überträgt das Kamerabild, während SeaTalkng die Sensor- und Navigationsdaten bereitstellt. Für ClearCruise AR werden beide Verbindungen benötigt.
Auch als normale Bordkamera nutzbar
Unabhängig von der Augmented-Reality-Darstellung kann die CAM400 als normale Bordkamera verwendet werden. Mögliche Einsatzbereiche sind die Manöverbeobachtung, die Kontrolle von Deck und Cockpit, die Überwachung schwer einsehbarer Bereiche oder die Anzeige eines festen Kamerabildes am Steuerstand.
Die Kamera unterstützt mehrere Videostreams mit H.264 und MJPEG sowie ONVIF Profile S. Dadurch bestehen neben der Anzeige auf Axiom-Systemen grundsätzlich weitere Integrationsmöglichkeiten in kompatible IP-Videoumgebungen.
Hersteller Raymarine
Paketbezeichnung CAM400 White AR Pack
Artikelnummer T70603
Systemfunktion ClearCruise Augmented Reality für kompatible Axiom-Systeme
Kamera CAM400 White
Kamera-Artikelnummer E70716
Kameratyp HD-Marine-IP-Kamera in Eyeball-Bauform
Bildsensor 1/2,8" CMOS
Effektive Bildpunkte 2,07 Millionen Pixel
Kameraauflösung 1920 × 1080 Pixel
Horizontales Sichtfeld 129,4°
Vertikales Sichtfeld 69,9°
Diagonales Sichtfeld 153,6°
Infrarotbeleuchtung 850 nm
Infrarotreichweite Bis 10 m
Kamera-Videocodecs H.264 und MJPEG, abhängig vom Stream
Bildrate Einstellbar von 1 bis 30 Bildern pro Sekunde
ONVIF-Unterstützung Profile S
Kamera-Nennspannung 12 V DC
Power over Ethernet IEEE 802.3af, Type 1, Class 2
Typische Kamera-Leistungsaufnahme 2,1 W bei 12 V DC
Maximale Kamera-Leistungsaufnahme 5 W bei eingeschalteten Infrarot-LEDs
Umgebungsschutz der Kamera IPX6 und IPX7
Kameraabmessungen H × B × T 80,80 × 64,50 × 70,48 mm
Kameragewicht 420 g
Stabilisierungs- und Sensormodul AR200
AR200-Artikelnummer E70537
AR200-Sensorik Dreiachsiger Beschleunigungssensor, digitaler Kompass und MEMS-Drehratensensor
AR200-Navigationssensor Integrierter GNSS-Empfänger
Aktualisierungsrate für Kurs und Bewegungsdaten 10 Hz
Statische Kompassgenauigkeit ≤ 1° RMS
Dynamische Kompassgenauigkeit ≤ 3° RMS
Genauigkeit für Stampfen, Rollen und Gieren ≤ 1°
AR200-Nennspannung 12 V DC über SeaTalkng
Maximale AR200-Stromaufnahme 50 mA
AR200-Betriebstemperatur -25 bis +55 °C
AR200-Lagertemperatur -25 bis +70 °C
Umgebungsschutz des AR200 IPX6 und IPX7
AR200-Abmessungen H × Ø 26,61 × 108,48 mm
AR200-Gewicht 129 g
RayNet-Verbindung RayNet(F)-zu-RayNet(F)-Kabel, 10 m
SeaTalkng-Erweiterung Backbone-Kabel, 1 m
SeaTalkng-Anschluss T-Verbinder
Softwarevoraussetzung LightHouse 4 oder 5 ab Version 4.11.133
Netzwerkvoraussetzung CAM400 und Axiom im selben RayNet-Netzwerk; AR200 im zugehörigen SeaTalkng-Netzwerk
Das T70603-Paket ist für Anwender vorgesehen, die ClearCruise Augmented Reality mit einer weißen Eyeball-Kamera in ein kompatibles Raymarine-Axiom-System integrieren möchten. Kamera, Bewegungssensor und die wesentlichen Verbindungsleitungen sind bereits auf diesen Anwendungsfall abgestimmt.
Vorhandenes Axiom-System prüfen
Voraussetzung ist ein mit ClearCruise AR kompatibles Axiom-Multifunktionsdisplay. Das Datenblatt nennt LightHouse 4 oder 5 ab Version 4.11.133 als Mindeststand. Vor der Installation sollte geprüft werden, ob das Display und alle vernetzten Komponenten mit einer geeigneten Softwareversion arbeiten.
Ein Axiom-Display gehört nicht zum Paket. Auch ein AIS-Empfänger, Kartenmaterial und weitere Datenquellen sind nicht enthalten. AIS-Ziele können nur eingeblendet werden, wenn entsprechende AIS-Daten im Bordsystem vorhanden sind.
Kameraausrichtung ist für AR besonders wichtig
Für eine korrekte Zuordnung der Einblendungen muss die Kamera fest montiert und passend zur Schiffslängsachse ausgerichtet werden. Eine ungenaue Montage oder eine nachträgliche Veränderung des Blickwinkels kann dazu führen, dass eingeblendete Objekte nicht mehr sauber mit der sichtbaren Umgebung übereinstimmen.
Der Montageort sollte ein möglichst freies Sichtfeld bieten. Relingteile, Scheibenrahmen, Persenninge oder Aufbauten im Nahbereich können nicht nur die Sicht verdecken, sondern nachts auch das Infrarotlicht in das Objektiv zurückwerfen.
AR200 mit Abstand zu magnetischen Störquellen montieren
Da das AR200 einen magnetischen Kompass enthält, ist der Einbauort sorgfältig zu wählen. Lautsprecher, Elektromotoren, leistungsstarke Stromleitungen, Stahlteile und andere magnetische oder elektromagnetische Störquellen können die Kursmessung beeinflussen.
Außerdem benötigt der integrierte GNSS-Empfänger einen geeigneten Empfangsbereich. Die Montage sollte daher entsprechend den Raymarine-Installationsvorgaben erfolgen und anschließend kalibriert beziehungsweise im System geprüft werden.
Netzwerkstruktur vor dem Einbau kontrollieren
Das 10-m-RayNet-Kabel verbindet die Kamera mit der vorhandenen RayNet-Infrastruktur. Je nach Anzahl der Displays, Kameras und weiteren Ethernet-Komponenten kann zusätzlich ein geeigneter RayNet-Netzwerkswitch erforderlich sein.
Das beiliegende 1-m-SeaTalkng-Backbone-Kabel und der T-Verbinder dienen zur Erweiterung eines vorhandenen SeaTalkng-Backbones. Sie ersetzen keine vollständige Backbone-Installation mit korrekter Spannungsversorgung und beidseitiger Terminierung. Bei einem bestehenden Netzwerk muss vorab geprüft werden, wo der zusätzliche T-Verbinder sinnvoll eingesetzt werden kann.
Stromversorgung der Kamera festlegen
Die CAM400 kann über einen IEEE-802.3af-konformen PoE-Anschluss oder separat mit 12 V DC versorgt werden. Wird die vorhandene RayNet-Infrastruktur ohne PoE betrieben, ist eine geeignete separate Versorgung oder ein kompatibler PoE-Injektor erforderlich. Das AR200 erhält seine Versorgung dagegen über SeaTalkng.
- 1× Raymarine CAM400 White Eyeball-HD-IP-Kamera, E70716
- 1× Raymarine AR200 Augmented-Reality-, GNSS- und AHRS-Modul, E70537
- 1× Raymarine RayNet(F)-zu-RayNet(F)-Kabel, 10 m, A62362
- 1× Raymarine SeaTalkng-Backbone-Kabel, 1 m, A06034
- 1× Raymarine SeaTalkng-T-Verbinder, A06028