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Raymarine CAM400 White HD-IP-Kamera für Axiom – E70716
Die Raymarine CAM400 White ist eine kompakte IP-Kamera für die visuelle Überwachung an Bord. Sie eignet sich beispielsweise zur Beobachtung des Achterdecks, des Cockpits, des Maschinenraums, schwer einsehbarer Bereiche oder des unmittelbaren Umfelds beim An- und Ablegen. Das Kamerabild wird über das RayNet-Netzwerk auf einem kompatiblen Raymarine-Axiom-Multifunktionsdisplay dargestellt.
Weites Sichtfeld für einen umfassenden Überblick
Der 1/2,8"-CMOS-Sensor liefert eine Full-HD-Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Das horizontale Sichtfeld beträgt 129,4°, diagonal werden 153,6° erfasst. Dadurch deckt die Kamera einen großen Bereich ab, ohne dass für die reine Umfeldbeobachtung mehrere eng ausgerichtete Kameras erforderlich sind.
Das breite Sichtfeld ist besonders bei kurzen Betrachtungsabständen hilfreich, etwa unter einem Hardtop, im Cockpit, an Deck oder in technischen Räumen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass weitwinklige Objektive konstruktionsbedingt eine stärkere perspektivische Darstellung an den Bildrändern erzeugen können.
Tag- und Nachtbetrieb mit integrierter Infrarotbeleuchtung
Für Aufnahmen bei wenig Umgebungslicht besitzt die CAM400 eine integrierte Infrarotbeleuchtung mit 850 nm Wellenlänge. Die angegebene Reichweite beträgt bis zu 10 m. Damit kann die Kamera auch nachts oder in unbeleuchteten Bereichen ein verwertbares Bild liefern.
Die tatsächliche Reichweite hängt von der Einbausituation und den reflektierenden Flächen im Aufnahmebereich ab. Nahe Relingteile, Wände oder helle Flächen können Infrarotlicht stark zurückwerfen und dadurch weiter entfernte Bildbereiche überstrahlen.
Flexible Montageausrichtung
Die CAM400 kann mit dem Kamerakopf nach oben oder nach unten montiert werden. Über die Funktionen zum Drehen und Spiegeln des Bildes lässt sich die Darstellung an die Einbaulage und Blickrichtung anpassen.
Die Eyeball-Bauform ermöglicht die mechanische Ausrichtung des Objektivs bei der Installation. Es handelt sich dabei nicht um eine fernsteuerbare Schwenk-, Neige- oder Zoomkamera. Nach der Montage bleibt der gewählte Bildausschnitt fest eingestellt.
Stromversorgung über PoE oder 12 V DC
Die Kamera kann über eine separate 12-V-Gleichspannungsversorgung oder über Power over Ethernet nach IEEE 802.3af betrieben werden. Bei einer geeigneten PoE-Installation werden Netzwerkverbindung und Stromversorgung über dieselbe Leitung geführt. Das reduziert den Verkabelungsaufwand am Montageort.
Bei direkter 12-V-Versorgung benötigt die Kamera zusätzlich eine Ethernet-Verbindung zum RayNet-Netzwerk. Die maximale Leistungsaufnahme einschließlich eingeschalteter Infrarot-LEDs beträgt 5 W.
Mehrere Videostreams und ONVIF-Unterstützung
Die CAM400 stellt mehrere Videostreams bereit. Je nach Stream stehen H.264 und MJPEG beziehungsweise MJPEG zur Verfügung. Bildrate und Datenrate können innerhalb der vorgesehenen Bereiche angepasst werden. Dadurch lässt sich die Videoübertragung an die vorhandene Netzwerkleistung und den jeweiligen Einsatzzweck anpassen.
Durch die Unterstützung von ONVIF Profile S kann die Kamera grundsätzlich auch in entsprechend kompatible IP-Videosysteme eingebunden werden. Die konkrete Funktionsunterstützung hängt dabei von der verwendeten Anzeige-, Aufzeichnungs- oder Verwaltungssoftware ab.
Vorbereitet für ClearCruise Augmented Reality
Zusammen mit einem Raymarine AR200 und einem kompatiblen Axiom-Multifunktionsdisplay kann die CAM400 für ClearCruise Augmented Reality verwendet werden. Dabei werden Navigationsinformationen wie AIS-Ziele, Wegpunkte und ausgewählte Kartenobjekte positionsbezogen in das Livebild eingeblendet.
Die Kamera allein erzeugt diese Einblendungen nicht. Dafür müssen die CAM400 und das Axiom-Display mit demselben RayNet-Ethernet-Netzwerk verbunden sein. Das AR200-Modul wird in das SeaTalkng-Netzwerk eingebunden und liefert unter anderem Position, Kurs sowie Bewegungsdaten des Schiffes.
Hersteller Raymarine
Modell CAM400 White
Artikelnummer E70716
Produkttyp Marine-HD-IP-Kamera
Gehäusefarbe Weiß
Bildsensor 1/2,8" CMOS
Effektive Bildpunkte 2,07 Millionen Pixel
Maximale Auflösung 1920 × 1080 Pixel
Horizontales Sichtfeld 129,4°
Vertikales Sichtfeld 69,9°
Diagonales Sichtfeld 153,6°
Infrarotbeleuchtung 850 nm
Infrarotreichweite Bis 10 m
Videostream 1 H.264 oder MJPEG
Videostream 2 H.264 oder MJPEG
Videostream 3 MJPEG
Bildrate Einstellbar von 1 bis 30 Bildern pro Sekunde
Variable Datenrate 256 kbit/s bis 12,3 Mbit/s
Konstante Datenrate 32 kbit/s bis 12,3 Mbit/s
Netzwerkstandard für IP-Video ONVIF Profile S
Nennspannung bei separater Versorgung 12 V DC
Power over Ethernet IEEE 802.3af, Type 1, Class 2
Typische Leistungsaufnahme bei 12 V DC 2,1 W
Maximale Leistungsaufnahme mit Infrarot-LEDs 5 W
Maximale Stromaufnahme bei 12 V DC Unter 420 mA
Montageausrichtung Kamerakopf nach oben oder unten
Bildanpassung Bild drehen und spiegeln
Betriebstemperatur -20 bis +60 °C
Lagertemperatur -30 bis +70 °C
Zulässige relative Luftfeuchtigkeit Bis 95 % bei 60 °C
Umgebungsschutz IPX6 und IPX7
Abmessungen H × B × T 80,80 × 64,50 × 70,48 mm
Gewicht 420 g
Die CAM400 ist passend, wenn das Kamerabild auf einem Raymarine-Axiom-System angezeigt werden soll und ein sehr großer horizontaler Erfassungsbereich gefragt ist. Sie kann als einzelne Kamera eingesetzt oder mit weiteren Kameras zu einer Bordüberwachung erweitert werden.
Einbauort und Bildausschnitt vorab festlegen
Da die CAM400 keine motorisierte PTZ-Kamera ist, sollte der Montageort so gewählt werden, dass der gewünschte Bereich vollständig im festen Sichtfeld liegt. Vor dem endgültigen Verschrauben empfiehlt sich eine Prüfung des Bildausschnitts auf dem angeschlossenen Display.
Für Manöverkameras ist neben dem Sichtfeld auch die Perspektive entscheidend. Eine hoch und möglichst mittig montierte Kamera vermittelt Abstände häufig übersichtlicher als eine tief oder weit seitlich angebrachte Kamera. Für die Überwachung von Innenräumen sollte geprüft werden, ob nahe Flächen die Infrarotbeleuchtung unerwünscht reflektieren.
Stromversorgung und Netzwerk planen
Bei einer PoE-Versorgung muss die vorgeschaltete Netzwerktechnik den Standard IEEE 802.3af unterstützen. Ein gewöhnlicher passiver Ethernet-Anschluss stellt nicht automatisch eine PoE-Versorgung bereit. Wird die Kamera separat mit 12 V versorgt, bleibt eine Netzwerkverbindung zum Axiom-System erforderlich.
Die benötigten RayNet-Leitungen, Netzwerkadapter, Verteiler oder ein PoE-Injektor richten sich nach der vorhandenen Installation und sind nicht allein durch die Kameraauswahl festgelegt.
Voraussetzungen für Augmented Reality
Für ClearCruise Augmented Reality wird zusätzlich ein AR200 benötigt. Kamera und Axiom müssen sich im selben RayNet-Ethernet-Netzwerk befinden; das AR200 wird an SeaTalkng angeschlossen. Außerdem muss auf dem kompatiblen Axiom-Display eine geeignete LightHouse-Version installiert sein. Laut CAM400-Datenblatt wird mindestens LightHouse 4 oder 5 in Version 4.11.133 vorausgesetzt.
Wer die Kamera direkt für Augmented Reality installieren möchte, erhält mit dem T70603 CAM400 White AR Pack bereits die CAM400, das AR200 sowie die wesentlichen RayNet- und SeaTalkng-Verbindungskomponenten in einem abgestimmten Paket.
Hersteller Informationen
RAYMARINEHandelsmarke: FLIR/Raymarine
Hersteller/Ansprechpartner:
Raymarine Deutschland GmbH
Zirkusweg 1
20359 Hamburg
Deutschland
Telefon-Zentrale: +49 (0)402378080
info@raymarine.com
http://www.raymarine.de